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Belaija Tandren

Belaija wächst in einem kleinen Dorf auf, das nahe der Stadt Garbalon im Osten Amsivars liegt.
Sie wird von ihrem Vater groß gezogen, der nach dem frühen Tot von Belaijas Mutter nicht wieder geheiratet hat.

Ihr Vater nennt einen kleinen Hof und zwei Felder sein eigen. Von den Erträgen der Felder, des kleinen Gemüsegartens, einiger Hühner, sowie den Ziegen können sie gut leben. Was übrig ist wird für den Winter eingelagert oder auf dem Markt getauscht und verkauft. Einmal alle drei Monate fahren Belaija und ihr Vater nach Garbalon auf den dortigen Markt.

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Belaijas Vater unterrichtet seine Tochter. Er bringt ihr nicht nur schreiben und lesen bei, sondern auch wie man reitet oder was nötig ist um ein Feld zu bestellen. Auch das Feilschen und Handeln lernte sie von klein auf.

Alles jedoch Dinge die für ein junges Mädchen nicht unbedingt wichtig sind. Belaija lernt zwar von den Mägden ihres Vaters wie man kocht und die Hausarbeit verrichtet, jedoch sind ihr diese Pflichten oft lästig und so kommt es vor, dass sie sich in einer unbeaufsichtigten Minute fortstiehlt um mit den anderen Kindern zu spielen oder mit den Jungen des Dorfes und ihren Ponys um die Wette zu reiten. Dies hat zur Folge das sie nicht sehr begabt im Umgang mit Nadel und Faden ist und auch ihre Künste am Herd sind bis heute eher mittelmäßig.

Belaija ist ein kleiner Wildfang und liebt es durch die umliegenden Felder und Wiesen zu streifen und die Natur zu entdecken.
Immer wenn sie alleine sein will, zieht sie sich in ihre Verstecke im Wald zurück. Seine Bäume sind hoch und gut gewachsen sodass selbst zur Mittagsstunde nur wenige Sonnenstrahlen den Weg durch das dichte Blätterdach finden. Ein wunderbarer Ort für Kinder zum Toben und spielen. Hier im kühlen Wald kann Belaija aber auch ungestört ihren Gedanken nachgehen. Sie stellt sich dann vor wie wohl das Land hinter dem Horizont aussieht und was für Wesen dort wohl leben. Denn sie kennt und liebt die vielen Geschichten, von Ungeheuern, Feen, den schönen und geheimnisvollen Elfen und den grausamen Trollen die dort hausen sollen.

So vergehen die Jahre und Belaija wächst zu einem jungen Mädchen heran. Sie ist der ganze Stolz und der Augenstern ihres Vaters. Mit 16 Jahren ist sie ein freundliches wohlerzogenes Mädchen das die Natur über alles liebt.
Doch ihr Leben soll schon bald eine schreckliche Wendung nehmen.

Eines Nachts wird die kleine Siedlung ohne Vorwarnung von einer Horde Trolle angegriffen. Dies ist nicht der Erste Angriff in dieser Gegend, doch die Menschen der Siedlung wissen noch nichts von den Geschehnissen in den anderen Dörfern. Innerhalb weniger Minuten brennt die Hälfte aller Hütten und Häuser. Einige wenige Männer stellen sich der Übermacht, doch sie sind keine Krieger sondern Bauern. Der Rest versucht mit den Frauen die Kinder und Alten zu retten. Doch es gibt kein Entkommen. Auch Belaija versucht zu helfen als ein Troll auf sie aufmerksam wird. Ihr Vater kommt ihr zu Hilfe und rettet ihr Leben, indem er den Troll angreift und damit sein eigenes Leben opfert.
Völlig verängstigt und unter Schock stehend flieht Belaija in den nahegelegenen Wald. Erst nach Stunden als sie schon tief im Waldes inneren ist bricht sie verstört und entkräftet in einer Felsspalte zusammen.

Stunden später als Belaija wieder zu sich kommt liegt sie jedoch nicht auf kaltem Steinboden sondern in einem weichen Bett. Es brennt eine kleine Öllampe und an den Wänden hängen schwere Teppiche. Sie ist in einer Höhle. Noch bevor sie etwas sagen oder tun kann legt sich eine warme, weiche Hand auf ihre Stirn und eine alte aber gütige Stimme flüstert ihr beruhigende Worte zu. In den darauffolgenden Tagen kommt Belaija nur langsam wieder zu Kräften und erfährt das sie bei einer alten Einsiedlerin Zuflucht gefunden hat. Diese ist eine Heilerin und kennt die Wirkung der verschiedenen Kräuter, Pflanzen und Beeren der Natur. Zu jeder noch so unscheinbaren Blume kennt sie den Namen, kann deren Wirkung benennen und wie man sich dies zu Nutzen macht. Ihr Name ist Makani. Sie lebt in einer Höhle am Fuße des Gardasgebirges. Makani verspricht Belaija sie zurück in ihre Siedlung zu begleiten und bei der Versorgung von Überlebenden zu helfen.

Als sie den Waldrand zum Dorf erreichen muss Belaija feststellen das nichts von dem was ihr vertraut ist noch existiert. Alles ist verbrannt Sie suchen die ganze Umgebung nach Spuren überlebender ab denen ebenfalls die Flucht gelungen ist doch auch bei den Feldern finden sie nur Tot und Zerstörung. All die Menschen die sie gekannt hat sind tot oder in alle Himmelsrichtungen verstreut.

In der Trauer um ihren Vater und ihr verlorenes Zuhause ist Makani ihr rettender Anker. Diese nimmt das Mädchen bei sich auf und bietet ihr an sie zur Heilerin und Kräuterkundigen auszubilden.

In den darauffolgenden fünf Jahren zeigt Makani ihr alles was sie über das Heilen und die Kräuterkunde weiß. Ihre Fortschritte kann Belaija an Reisenden und an Hilfesuchenden unter Beweiß stellen, denn die alte Heilerin ist bekannt für ihre Fähigkeiten und so kommen die Menschen von weit her um Hilfe zu erbitten. Mit fast 22 Jahren ist Belaijas Lehrzeit beendet. Makani die Belaija wie eine Tochter aufgenommen hat wird jedoch immer schwächer. Belaija weiß um Markanis Zustand und pflegt die alte Frau. Doch gegen die Gebrechen hohen Alters kann auch sie nichts ausrichten. So entschläft die alte Frau eines Nachts sanft im Schlaf nach einem langen und erfüllten Leben. Belaija hat viel von Makani gelernt und nimmt Abschied.

Belaija reist viel um immer neue Methoden der Heilung zu erlernen und ihr eigenes Wissen mit anderen ihres Berufsstandes zu teilen. Auf einer dieser Reisen erfährt sie auch von dem Aufruf des Königs, Krieger in die Drachenlande zu entsenden. Belaija hat noch nie etwas über die Drachenlande gehört,sieht jedoch ihre große Chance, noch mehr über einzelne Heilmethoden zu erfahren und für sie fremde Pflanzen zu entdecken. So macht sie sich auf, um sich den Kriegern auf ihrem Weg in die Drachenlande anzuschließen.