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Bewohner

Bevölkerung

Die Menschen von Amsivar leben von Ackerbau, Fischfang und dem Holzabbau. Einen besonders großen Wert wird der Jagd zugeteilt. Nicht nur der Adel, sondern jedem Bewohner ist es erlaubt in bestimmten Gebieten auf die Jagd zu gehen.
Viehzucht gibt es in Amsivar seltener. In einigen Regionen werden Schafe gezüchtet, die man hier liebevoll Heidschnucken nennt. Sie dienen als Nahrung und die Wolle wird zum weben der Kleidung benutzt. Man kann aber an jedem Bauernhof das ein oder andere Schlachtvieh finden und natürlich Hunde und Katzen.
Auch Pferde brauchen die Amsivaren. Es werden Kaltblüter im Nord-Osten des Landes gezüchtet. Branda nennt man diese Pferde, die hauptsächlich zum Rücken der Baumstämme aus den Wäldern genutzt werden. Schnell sind sie nicht, aber die Amsivaren sagen, dass ein Branda es mit drei "normalen" Pferden aufnehmen kann was seine Stärke betrifft.
Besondere Feldfrüchte gibt es nicht aber da fast jeder Amsivare sein Bier selber braut, kann man Hopfen und Malz in fast jedem Garten finden. Ansonsten bauen die Menschen hier Kartoffeln, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, verschiedene Arten Kohl, Kräuter und noch vieles mehr an.
Fische können an jedem Fluss gefangen werden. Im Landesinneren gibt es Hechte, Karpfen, Zander, Brassen, Forellen und viele weitere Arten, zum Meer hin auch Muscheln und Krebse.
Holz wird täglich in allen Landesteilen geschlagen. Einmal zwingt sie das Handelsabkommen der Zwerge dazu und auch die Bewohner brauchen viel Brennholz für die strengen Winter und um ihre vielen Fischerbote und Holzhäuser zu unterhalten.

Das Holz wird aus den vielen kleinen Wäldern geschlagen doch an den Flureckwald geht niemand. Da man mit den Elfen friedvoll nebeneinander leben will, ist es jedem Einwohner verboten im Flureck Bäume zu fällen. Die geschlagenen Stämme, werden mit den Brandas zu den Flüssen gezogen und durch die Hilfe des Wassers in die Sägewerke oder Städte transportiert. Wenn ein Waldstück abgerodet ist, werden dort wieder Setzlinge gepflanzt und so wird es in Amsivar immer genug Holz geben.
Astranat ist die Hauptstadt Amsivars. Die Stadt liegt im Zentrum Amsivars und ist der Sitz des Königs. Nur diese Stadt ist aus Stein erbaut worden. Viele dieser Steine stammen aus den Steinbrüchen der Zwerge. Der große Fluss, die Ems, teilt sich vor dieser mächtigen Stadt, die durch meterdicke Mauern und gigantische Türme gesichert ist und auf denen die grün-schwarzen Farben mit dem Wappen des Landes wehen. Auf der anderen Seite der Stadt vereint sich die Ems wieder. Es sieht so aus als ob sich der mächtige Fluss für die Stadt geteilt hat um sie zu beschützen.

Den äußersten Verteidigungsring bildet also die Ems. Danach sind meterdicke Mauern zu erklettern, wobei die Angreifer von den Türmen aus unter Beschuss genommen werden. Sollte doch jemand die Mauern überwinden, so steht er in den Wohnvierteln des niederen Volkes. Nun beginnt das Spiel von neuem, denn zum Viertel der Reichen müssen Angreifer einen weiteren Verteidigungsring aus Mauern und Türmen überwinden. Als letztes muss nun der Bergfried mit seinen Wehranlagen eingenommen werden, in dem der König und seine Familie wohnt.
Auf den Mauern und Türmen findet man Speerschleudern und Katapulte, die feindliche Belagerungsgeräte beseitigen sollen. In der Stadt sind 100 Stadtgardisten stationiert. Weitere 200 Bogenschützen und 100 Fußsoldaten sorgen für die Sicherheit der Bevölkerung.
Die Bevölkerungszahl in Astranat liegt derzeit bei ca. 2500 Personen. Dazu kommen noch die Gardisten und Soldaten. Somit sind rund 2900 Leute in der Stadt.
Um Astranat herum gibt es noch viele kleine Ansiedlungen und sehr große Höfe. Diese Menschen suchen bei einem Angriff Schutz in der Stadt.

Die Menschen in Amsivar sind ein sehr arbeitseifriges Volk. Somit ist gute und farbenfrohe Kleidung nicht an der Tagesordnung. Man hält sich eher bedeckt und trägt zur Arbeit Leinenstoff in den Farben schwarz, braun und grün. Felle, die die Männer auf der Jagd erbeutet haben, gehören auch zu der normalen Kleidung der einfachen Menschen. Je nach Jahreszeit werden sie im Alltag getragen, um sich gegen Kälte und Nässe zu schützen. Mäntel mit Kapuzen trägt fast jeder in Amsivar. Wer einen solchen nicht hat, benutzt meistens einen Gugel, um sich gegen das raue und nordische Wetter zu schützen. Selbst bei den Männern sind Röcke beliebt. Kilt wird er genannt, aber meist nur von den Bewohnern des Norden bevorzugt. Das Schuhwerk ist robust aus dickem Leder in schwarz oder braun.
Gute Kleidung wird an besonderen Tagen, zum Beispiel den Göttertagen, getragen. Es ist eine leuchtende, bunte Kleidung, die sich aber in der Qualität der Stoffe und auch im Schnittmuster noch sehr stark von der gehobenen Schicht unterscheidet.
Die gehobene Schicht wie Händler oder Besitzern der größeren Höfe, tragen an jedem Tage gute Kleidung, die immer bunt und mit schönen Stickereien besetzt ist.
Der Adel trägt seine Familienwappen gut ersichtlich am Leibe und kann so von niemand übersehen werden. Schöner und kostbarer Schmuck aus bunten Steinen, die aus den Flüssen des Landes kommen, werden von reichen Personen getragen. Männer, die reich sind oder mit einem bestimmten Dienstrang in der Armee dienen, tragen Rüstungen aus Metall.
Die Männer in Amsivar sind von kräftiger Statur. Sie tragen meist leichte Bärte und werden bis zu 190 cm groß. Dunkle Haare sind hier die Regel, die in jeglicher Länge getragen werden. Zum Mann wird man in diesem Land, nach Vollendigung der 16 Lebensjahre und nach der erfolgreichen Jagd auf eine Wildsau. Nach dieser Jagd gibt es meist eine große Feier, bei der das Wildschwein mit viel Bier an die Freunde des Hauses verteilt wird. Diese Feier kann mitunter mehrere Tage dauern. Sie wird Jordas genannt. Jeder Mann, der seine Jordas hinter sich gebracht hat, ist berechtigt zu jagen, eine Familie zu gründen und er darf nun mit in die Schlacht ziehen.
Die Frauen in Amsivar sind von zarter Statur. Sie tragen meist langes Haar, das am Hinterkopf zusammengebunden ist. Blond, braun oder schwarz ist hier die Regel.
Die Mädchen werden ab dem 16 Lebensjahr als Frauen angesehen und können eine Ehe einwilligen, wenn das Familienoberhaupt das Einverständnis gegeben hat. Die freienden Männer setzen oft Kostbarkeiten ein, um die Familie gütlich zu stimmen. In der Regel sind es Bier, Waffen, Rüstungen und Vieh, die als Gunstgeschenke kurz vor einer Eheschließung den Besitzer wechseln.
Kinder gibt es viele in Amsivar. Sie sind der Stolz einer jeden Familie. Die Kleinen werden schon früh auf ihre spätere Tätigkeit vorbereitet. So ist es nicht verwunderlich, dass der ein oder andere Junge im Fallenstellen, Angeln oder Bogenschießen fast an das Können seine Vaters heranreicht.
Auch die Mädchen haben bis zu ihrem 16. Lebensjahr fast alles gelernt, um ihre zukünftige Familie zu versorgen und sich mit dem einen oder anderen Talent in die Gesellschaft einzubringen.

Der Rat der Ältesten


In diesem Rat sitzen an die 35 Personen, die mindestens 40 Winter erlebt haben. Dieser Rat unterstützt den König bei seinen Tätigkeiten im In-, und Ausland. Er besteht aus Adligen, Priestern, Ältesten, Landesvorsitzenden, Abgesandten und der Armeeführung.
Die Sitzungen finden im Ratsgebäude in Astranat statt.
Der Rat kommt mindestens alle 3 Monate zusammen, um über allgemeine Dinge zu verhandeln wie Nahrungs- und Güterbeschaffung und politische Entscheidungen wie den Handel mit Zwergen, Elfen und Nachbarländern.
Bei dringenden Sitzungen werden Boten ausgesandt, um die Abgeordneten so schnell wie möglich aus den abgelegensten Winkeln Amsivars zu holen.
Diese Personen werden auch als Richter eingesetzt. Sie beraten schwierige Dinge und bringen dem König dann ihre Vorschläge zur Beseitigung des Problems vor.

Das betrifft auch Truppenbewegungen und den Bau von Verteidigungsanlagen.
Um Dinge beschließen zu können, müssen 75% der Abgesandten vor Ort und es müssen 75% der Stimmen dafür sein. Neuaufnahmen gibt es immer dann, wenn einer der Ältesten stirbt oder er durch die Abgesandten aus dem Rat geworfen wird. Auch darf der Rat nicht mehr als 50 Köpfe zählen.
Natürlich genießen diese Personen ein recht hohes Ansehen im Volk und auch beim König.

Adelstitel:


In Amsivar besteht eine Monarchie. Der König ist die mächtigste Person im Land. Er ernennt alle anderen Adeligen. Sollte der König verstorben sein so übernimmt der Ehepartner das Amt bis dieser, seine Macht z.B. an den Sohn oder die Tochter überträgt. Sollte es einmal keinen Nachfolger für den Thron des Königs geben, so entscheidet der Rat der Ältesten über den neuen Herrscher.
Bei den anderen Adeligen läuft dieses ähnlich ab. Sollte es aber bei ihnen keinen Nachfolger geben, so stirbt das Adelsgeschlecht einfach aus.
Der König kann alle Adeligen in einen höheren oder niedrigeren Stand des Adels versetzen. Umso höher man im Adelstand steht, umso mehr Freiheiten werden gewährt und um so mehr zählt dessen Stimme im Rat. Als hoher Adel gilt man ab dem Titel des Freiherrn. Die Adeligen verwalten bestimmte Landesabschnitte im Auftrag des Königs. Als niederer Adel wird der Ritter bezeichnet. Er bildet die Ausnahme unter den Adeligen. Der Ritter ist von Geburt an nicht Adelig gewesen, doch er wird es durch die Ernennung des Königs. Die Kinder des Ritters sind nicht automatisch Adelig. Sie müssen sich diesen Titel genauso erarbeiten wie der Vater. Der Ritter bekommt ein wenig Land zugesprochen. Doch ist es ihm nicht erlaub Steuern zu verlangen. Andersherum braucht aber ein Ritter auch keine Steuern zahlen. Er hat eine Stimme im Rat aber sonst nicht viele andere Rechte. Der hohe Adel muss die Person, die sich zum Ritter eignet, beim König vorschlagen.
Alle Adeligen über dem Stand des Ritters dürfen eine eigene Stadt gründen, Menschen und Land regieren und Steuern von den Leuten auf ihrem Grund und Boden verlangen. Außerdem zählt ihre Stimme im Rat doppelt und sie werden zu sehr schwierigen Entscheidungen, meist in Privataudienzen, beim König gehört. Der Sprung vom Ritter zum hohen Adel gibt es kaum. Der Rat hat entschlossen, dass es außer dem König nur sechs weitere hohe Adelshäuser geben darf. Dies bedeutet, dass ein Ritter nur weiter aufsteigen kann, wenn eines der andern Adelsgeschlechter ausstirbt. Man will damit vermeiden, dass das Land von zu vielen Personen regiert wird und diese durch ihre erhöhte Stimmenberechtigung jedes Vorliegen im Rat alleine entscheiden können. Ein weiterer Grund ist, dass es unter zu vielen Adelshäusern über kurz oder lang zum Krieg kommen würde.
 

Rangfolge der Adelstitel:
Niederer Adel:
Ritter
Hoher Adel:
Freiherr
Baron
Graf
Landgraf
Fürst
Herzog
Großherzog
König

Konflikte, Handelspartner, Freunde und Feinde


Konflikte mit den Zwergen gibt es im Normalfall nicht. Sie sind in jedem Fall als Freunde einzustufen. Die meisten Amsivaren wissen um die Gewohnheiten des kleinen Volkes und auch diese kennen sich mit den Eigenarten der amisvarischen Menschen gut aus. So kommt es in der Regel nie zu ernsteren Auseinandersetzungen der beiden Rassen. Eher das Gegenteil ist der Fall, man tauscht regelmäßig Informationen und Handelswaren aus, die für beide Völker von großem Nutzen sind. Wenn es in die Schlacht geht, steht man sich gegenseitig mit Nahrung, Ausrüstung und Truppen bei.
Schon der Großvater des heutigen Königs Agihar kämpfte damals Schulter an Schulter mit dem Zwergenkönig gegen den Vormarsch der Orks.

Zwerge haben eine sehr hohe Lebenserwartung. Es soll sogar Zwerge geben die schon mehr als 600 Winter erlebt haben.
Die Eingänge der Zwergenstollen liegen am Fuße des Gardasgebirges. Sie sind stark bewacht, doch haben schon einige Menschen die Stollen von innen gesehen. Zum Handeln werden die Menschen in eine große Halle im Inneren des Berges geführt und nicht selten kommt es vor, dass wenn ein Handel gut abgeschlossen worden ist, die Zwerge den Handelspartner noch zum Essen einladen. Dieses kann mehrere Stunden dauern, da Zwerge einen großen Appetit beweisen. Auch kann es sein, dass der Handelspartner für die Nacht bleiben muss. Entweder ist es zu gefährlich noch in der Nacht nach Hause zu kommen oder, was meistens der Fall ist, ist der Handelspartner so betrunken das er den Rückweg ohne Hilfe sowieso nicht finden würde. Denn Zwergenbier ist um vieles stärker als das Bier der Amsivaren.
Elfen sind für die Amsivaren ein komisches Volk. Man pflegt kaum Kontakt zu ihnen und dennoch lebt man nebeneinander. Handelsabkommen gibt es nur ein kleines, die Elfen geben den Amsivaren regelmäßig ein paar Fässer voll Met und erlesenen Schmuck und im Gegenzug hat der König erlassen, dass niemand im Flureck Holz schlagen darf. Auch halten die Elfen alle Grünhäute, die sich von der südlichen Seite Amsivar nähern, zurück. Obwohl dieses natürlich auch aus dem Interesse der Elfen geschieht. Wenn jemand das Bedürfnis hat zu den Elfen zu sprechen, so gibt es eine kleine Lichtung auf der man zu jeder Zeit mit ihnen kommunizieren kann. Vor vielen Jahren einmal, kämpften die Amsivaren mit den Elfen gegen eine Übermacht von Untoten, die wie aus dem Nichts am Rande des Graschguhl auftauchte. Sie konnten erfolgreich zurückgeschlagen werden, doch erlitten Amsivaren wie auch Elfen starke Verluste. Zwerge konnten den Menschen in diesem Kampf nicht zur Seite stehen, denn sie sind mit ihren schweren Rüstungen und kurzen Beinen zu langsam. Die Schlacht war schon lange zu Ende, als die ersten Zwergenkrieger in Sicht waren. Dieser kurze Krieg stärkte zwar die Beziehung von Elfen und Menschen, jedoch sind diese beiden Völker zu unterschiedlich, als das sie zusammen leben könnten.
Feinde haben die Amsivaren auch. Zu einem die Trolle aus dem Gardasgebirge, zum andern die Orks die vom Norden her mit ihrem Booten an der Küste landen.
Ein Troll ist doppelt so groß wie ein Mensch. Seine Arme und Beine sind sehr lang und muskulös. An diesen Armen und Beinen befinden sich fingerdicke, lange, pechschwarze Klauen, die sich gut zum Graben im Gebirge eignen. Ihre Haut ist blass-grau-blau bis silbern. Ihr Kopf ist groß und ihr Maul mit vielen starken Zähnen besetzt. Oben und unten, rechts und links im Maul hebt sich ein mächtiger Fangzahn hervor. Ihr Haar, das sie überall dünn am Körper tragen, ist von heller Farbe. Silbern oder sogar weiß, glitzert ihr Fell in der Sonne. Sehr schlau sind sie nicht, jedoch haben sie Bärenkräfte, die sie zu gefährlichen Gegnern machen. Alleine trifft man diese Ungetüme, die in tief gegrabenen Erdhöhlen wohnen, nicht an. Sie sind immer mindestens zu zweit unterwegs. Die Sonne blendet sie und tut ihnen weh. Ihre großen lichtempfindlichen Augen, mit riesigen Puppillen, sind hervorragend an die Dunkelheit gewöhnt. 
Die Waffen der Trolle sind große Äxte, die sie aus Holz und Feuersteinen bauen. Sie fressen alles an Fleisch das sie erbeuten können. Man erzählt sich aber auch, dass sie tief unten im Berg Pilze und andere Pflanzen züchten, die ihnen zusätzlich als Nahrung dienen.
Bis jetzt gab es nur eine große Schlacht gegen Trolle, die noch nicht allzu lange her ist. Vor etwa acht Jahren überfielen in der Nacht zahlreiche Troll das Land. Sie hatten sich unbemerkt an den Zwergen vorbei gegraben und konnten nach Sonnenaufgang nicht gefunden werden. Wo sie sich über Tag versteckten ist bis heute ein Geheimnis geblieben. Wochenlang wurde das Land von diesen Kreaturen heimgesucht und zahlreiche Amsivaren ließen ihr Leben bei dem Versuch sie zurückzuschlagen.
Erst nach gut vier Wochen, konnte man um die 60 Trolle in der Nacht stellen und erschlagen.
Die Trollzacken traf keine Schuld, denn sie waren in dieser Zeit in den Norden unterwegs, da sich hier Gerüchte über eine neue Landung der Orks breitmachten.
Somit kam man zu dem Schluss, dass die Orks mit den Trollen in Kontakt stünden. Denn kurz vor dem Trollangriff wurden einige Kähne der Orks an der Küste gesichtet, die aber sofort zurück aufs Meer hinaus fuhren. Diese Kähne waren nur mit den Rudermannschaften besetzt und waren nach Meinung der Beobachter nur ein Ablenkungsmanöver.
Die Orks, die das Land in unregelmäßigen Abständen heimsuchen, sind für die Bevölkerung noch gefährlicher als die Trolle. Trolle sind dumm und jagen nur um zu fressen. Aber die Orks wollen sich ausbreiten und suchen immer wieder neue Ländereien. Auch nehmen sie die Frauen und Kinder Amsivars gefangen und verkaufen sie unter ihres gleichen weiter. Eingelagerte Nahrungsmittel werden zerstört oder mitgenommen und die Behausungen aller, die sich ihnen in den Weg stellen, werden verbrannt.
Orks sind menschenähnlich, doch werden sie nicht als solches bei den Amsivaren angesehen.
Sie sind so groß wie ein Mensch, jedoch von grüner bis fast schwarzer Hautfarbe. Ihre dunklen Haare hängen meist in dünnen Strähnen vom Kopf herunter. Sie sind so stark wie ein starker Mann, nur ist ihr Mundwerk kräftiger und sie besitzen Fangzähne wie Tiere. Sie hüllen sich in Leder und Pelze. Nur selten sieht man Orks die Plattenrüstungen tragen. Vereinzelt werden Ketten-, Platten- und Lederrüstungen kombiniert. Ihre Waffen sind meist Schwerter, Äxte und Keulen die nie sehr gepflegt aussehen, doch sind sie immer scharf. Ab und zu sind auch so genannte Gobbos oder Goblins bei ihnen. Diese sind deutlich kleiner und schmaler als Orks und sehr dumm. Sie sprechen in einer sehr hohen Stimmlage. Die Sprache der Orks und Gobbos gleicht denen der Menschen und so kann man sie, bei genauem hinhören verstehen. Gobbos kämpfen mit allem was spitz oder scharf ist. Sie sind aber keine Gefahr für Menschen, denn leicht lassen sie sich z.B. mit einer Hand voll Murmeln vom Kriegsgeschehen ablenken. Beide Arten halten nicht viel vom waschen so scheint es. Denn man kann sie bei günstigem Wind schon riechen, bevor man sie sieht.
Viele Schlachten sind bis jetzt gegen sie geschlagen worden und unzählige Männer, Frauen und Kinder sind durch die plündernden und brandschatzenden Horden gefallen. Man verachtet die beiden Völker und in ganz Amsivar wird man niemanden finden, der nicht sofort seine Waffe bei der Ankunft dieser erheben wird.
Die legendärste Schlacht würde im Geburtsjahr des ersten Sohnes des ehrenwerten Königs geschlagen, also vor 16 Jahren. Damals landeten viele tausend Orks und Gobblins im Norden des Landes mit ihren Schiffen. Nur durch die Unterstützung der Elfen und Zwerge konnte diese Übermacht zurückgeschlagen werden. Dieses dauerte jedoch mehrere Monate, denn die Grünhäute hatten schon einige Dörfer und Städte eingenommen und somit mussten die vereinten Streitkräfte des Königs seine eigenen Behausungen belagern. Nach einer langwierigen Zurückeroberungsphase stellte sich das feindliche Heer endlich seinen Peinigern. Elfen, Menschen und Zwerge kämpften Seite an Seite und ließen niemanden entkommen. Dem König, seinen Leibgardisten und den Trollzacken ist der Sieg über das feindliche Heer zu verdanken. Nach mehreren Stunden des zermürbenden Kampfes drohte die mittlere Schlachtreihe einzubrechen. Doch der König verstärkte diese sofort mit seinen Mannen und ritt mitten in den Feind hinein. Unter Jubel taten seine Anhänger ihm dieses gleich. Mit dieser Aktion völlig überfordert, drehten die Feinde ihnen den Rücken zu und wurden von Menschen, Elfen und Zwergen niedergemetzelt.
Weitere Feinde, die aber bis jetzt nur einmal in Amsivar Gesichtet wurden, sind zum Beispiel die Untoten. Am Rande des Graschguhl, da wo sich der Nebel fast nie lichtet, stiegen sie aus der Erde wie Pilze. Es war ein grauenhafter Anblick für alle, die sie sahen. Halbverweste Männer-, Frauen- und Kinderleichen oder gar nur noch Knochengerippe, bewegten sich wie von Geisterhand gelenkt. Wie viele es waren vermag niemand zu sagen. Allein dem schnellen handeln der Menschen und der Elfen ist es zu verdanken, dass diese unheilige Armee wieder im Erdboden versank. Die Priester der Menschen und die Magier der Elfen vereinten ihre Energie und brachten diesem Spuk sein hoffentlich endgültiges Ende. Bis zum heutigen Tage ist nicht ganz klar, wer diese Schreckensarmee erschaffen hat. Einige meinen es waren die Orks, andere meinen es war schwarze Magie ausgesprochen von einem verückten alten Priester. Tarquoll ist sein Name. Tarquoll hatte sehr viel für dieses Land getan und doch wurde er nicht, obwohl er die Zustimmung vieler hatte, in den Rat der Ältesten erhoben. Er war zu zwiespältig was den Glauben an die Achte und die Dämonologie betraf.
Tarquoll verschwand nach dieser Ablehnung, doch nicht ohne eine Drohung auszusprechen. Er forderte den König und den Rat der Ältesten auf, sich ihm unterzuordnen. Nachdem das ganze Land sich über ihn lustig gemacht hat, verschwand er und wurde bis jetzt nie mehr gesehen.
Viele glauben, dass dieser einst mächtige Priester, nun im Sumpf Graschguhl haust und sich auf seine Rückkehr vorbereitet, die den Untergang Agihars einleiten könnte

 

 

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